Deutsche Meisterschaft im
Bogenschießen Halle
in Hof

10.-12. März 2017 Freiheitshalle Hof

Der Wettkampf

Meisterschaften in der Hallensaison werden generell auf eine Entfernung von 18 m geschossen.
Dabei werden je nach Wettkampfklasse unterschiedliche Scheibenauflagen verwendet. Hauptsächlich zum Einsatz kommt eine auch als Spot bezeichnete vertikale 3-fach-Auflage (siehe Bild).


Abweichend hiervon schießen Schüler männlich/weiblich auf eine 60 cm Auflage, Jugend und Blankbogenschützen beider Geschlechter schießen auf eine 40 cm Auflage.


Die Schützen schießen 2 Durchgänge mit insgesamt 2 mal 30 Wertungspfeilen. Diese Durchgänge sind nochmals unterteil in sogenannte Passen zu jeweils 3 Pfeilen, die innerhalb von 2 Minuten geschossen werden müssen. Dabei wird von dem für Schießsportwettbewerbe geltendem Regelwerk (Sportordnung des Deutschen Schützenbundes) die Schießfolge A-B, C-D, C-D, A-B, A-B usw. vorgegeben. Das Signal zum Schießen erhalten die Schützen optisch (Ampel) bzw. akustisch (Hupe).


Wie bei einer Verkehrsampel auch bedeutet die Farbe Rot, dass nicht geschossen werden darf. Die Farbe Grün erlaubt das Schießen für die nächsten 90 Sekunden, Gelb signalisiert dass noch 30 Sekunden weitergeschossen werden darf, bevor die Ampel erneut auf rot umspringt. Zusätzlich werden die einzelnen Ampelphasen durch Hupsignale unterstützt. 2-maliges Hupen fordert die Schützen auf sich an die Schießlinie zu begeben, beim nächsten Hupen (Ampelphase grün) darf jeder Schütze innerhalb der ihm zur Verfügung stehenden 120 Sekunden 3 Pfeile schießen. Ein weiteres Hupen bittet die nächste Gruppe an die Schießlinie. 3-maliges Hupen beendet die Passe und die Schützen gehen zur Trefferaufnahme an Ihre Scheiben. Die erzielten Ringzahlen werden manuell per Schusszettel und darüber hinaus elektronisch per Eingabeterminal erfasst um eine schnelle Auswertung zu ermöglichen. Nach Abschluss der Vorrunden und Erstellung der Rangfolge der einzelnen Schützen schießen Recurve und Compound jeweils Schützen und Damen Finalrunden beginnend ab 1/8. Dabei werden 5 mal 3 Pfeile im direkten Vergleich gegeneinander geschossen (Ko-Prinzip). Bei Compound werden am Schluss die insgesamt erzielten Ringe gewertet, bei Recurve zählt man im Satzsystem, d.h. wer nach jeweils 3 Pfeilen das höhere Ergebnis hat erhält 2 Punkte, für gleiche Ringzahl gibt es 1 Punkt. Bei Ergebnisgleichheit am Ende werden Stechpfeile geschossen und es gewinnt derjenige, dessen Pfeil näher zum Zentrum der Scheibe platziert ist.


Bogenklassen

Recurvebogen - Der "Olympische"


Einzige Bogenklasse, die derzeit bei olympischen Spielen zugelassen ist. Die Bestandteile sind exakt geregelt in der Sportordnung. Mittelteil (Griffstück), Wurfarme, Sehne mit Mittenwicklung und Nockpunkten (aber ohne Zielhilfen), Pfeilauflage, Auszugskontrolle (Klicker), Visier mit verschiedenen Verstellmöglichkeiten, Stabilisation und Schwingungsdämpfer sind die wesentlichen Teile des Recurvebogens. Zielhilfen oder elektronische Anbauteile sind nicht erlaubt.

Compoundbogen - Der "Technische"


1969 erstmalig patentiert. Grundprinzip des Compoundbogens ist, dass durch Verwendung von Kabeln und Rollen eine Kraftübersetzung vorgenommen wird. Beim Auszug ist die nötige Kraft am Anfang niedrig, in der Mitte größer und nimmt am Ende wieder ab (sogenanntes Let-Off). Üblich sind heute Let-Off-Werte zwischen 60 und 80 %. Dadurch ist es möglich hohe Zuggewichte zu schießen. Im Wettkampfsport sind diese jedoch auf 60 lbs begrenzt. Der Compoundbogen wird anders als der Recurve mit Lösehilfe (Release) und verschiedenen Zielhilfen wie Scope und Peep (= Sehnenvisier) geschossen.

Blankbogen - Der "Minimalist"


Technische Merkmale wie beim Recurvebogen, allerdings sind jegliche Zielhilfen und Stabilisatoren verboten. Eingebaute Schwingungsdämpfer und zusätzliche Gewichte sind erlaubt, der entspannte Bogen muss jedoch mit allem Zubehör durch einen Ring von 12,2 cm Durchmesser passen. Geschossen wird meist mittels Untergriff an der Sehne (Stringwalking).



© ATSV Oberkotzau 2017 Impressum